jones
ein bildhauer, metallgießer
 

beim betreten des ateliers des schwazer künstlers jones musste ich unweigerlich an dieses photo denken, das den ägyptologen howard carter zeigt, wie er den ersten blick nach 3000 jahren in die grabkammer des pharao tut ench amun warf - mit gespanntem blick bestaunt er die scheinbar achtlos zusammengestellten und aufeinandergetürmten schätze des königs-bedeckt mit einem leichten staubmantel der sie vor neugierigen blicken verbarg - in dieser zusammenstellung ein gesamtkunstwerk- nicht einzeln wirkend, sondern in der masse von wesentlicher bedeutung für das fortleben des gottkönigs.

 

 
ähnlich der arbeitsreich von jones- ein panoptikum von arbeiten aus all den jahren- zusammengetragen, ausgearbeitet, teilweise noch in den gussmänteln verpackt, wachsfiguren und werkzeug - material und materie - wenn es stimmt, dass das atelier den künstler spiegelt, so lebt jones in dem kreativen grenzbereich von erkennen und umsetzen- ein unablässig ausströmender, und wie er selbst sagt, am abend denkt er an skulpturen, mit den gedanken daran wacht er auf. und dabei ist er nicht ein eingegrabener, konservierender, er teilt vielmehr sein wissen mit, erzählt und versteht zu begeistern. techniken und materialien, erprobungen und geglückte formfindungen teilen sich unmittelbar dem betrachter mit.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
   
 
   
 
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