der zauberstab

bronze, 6,5x1,3m, 2009/2010

zauberstab

Der Zauberstab
Gegossen am 21. Dezember 2009 zu Schwaz
Jones & ms-lahnbach

 

Harry Potter hat einen lächerlich kleinen, Merlin hatte einen mächtigen, Miraculix benutzte eine Sichel und PanTau machte es mit seinem Hut.
Der Zauberstab – verlängerte Macht des Hexers.
In vielen Kulturen kommt die Macht des Geheimnisvollen, der Magie, durch einen stabfömigen Gegenstand zum Ausdruck.
Das Ritual der Mundöffnung an den Mumien der Pharaonen wurde mit einem geknickten Stab ausgeführt und ermöglichte dem Verstorbenen erst das Weiterleben nach dem Tod.
Der heilige und gebogene Stab der etruskischen Priester und Seher, der Lituus, lebt direkt in unserem Bischofsstab weiter. Und der Zauberstock der antiken Römer und Griechen, der Thyrsus, war mit ein Vorbild für unseren Zauberstab.
Besonders der Gott Dionysos wurde oft mit einem Thyrsos dargestellt, war dieser Stock doch weinlaubbekränzt, mit blühenden Blumen umwunden, Pinienzapfen schmückten ihn und er galt als ein Symbol für die Fruchtbarkeit in der Natur, aber auch für den Lauf der Jahreszeiten, das Vergehen und Entstehen im Tierreich, bei den Pflanzen und den Menschen.
Jones und ms-lahnbach gossen die Teile dieses Stabes in der längsten Nacht des Jahres, somit auch als ein Symbol für das Vergehen und neues Werden.
Pferde, sie stehen für die wilde, ungezähmte Natur, Frauenfiguren und eine mittlere Frauenskulptur, Venus?, Kybele?, Magna Mater?, Maria? zieren den Stab – alles windet sich im Tanz, im Reigen der Elemente. Bewegung und Energie, wie eine riesige Achse soll diese Naturenergie umgwandelt werden in Körperenergie, mentale Energie, positive psychische Kraft. Dieser Umwandlungsprozess wird durch das alte gusseiserne Zahnrad einer Mühle ausgedrückt.

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