gegenstände
können über ihre ureigene begrifflichkeit hinaus eine bedeutungsaufladung
erfahren- dieser prozess ist bei der
projektgruppe - apparatus criticus - für mich von entscheidender
bedeutung.vom menschen geformte und hergestellte dinge, werkzeug,
zier-und kultgegenstände
haben ihren sinn im direkten nutzen, der anwendung, der betrachtung
zum einen, zum anderen jedoch finden über diese gegenstände assoziationsvorgänge
statt - gerade die kunst bedient sich dieses mechanismus - ähnliches
passiert jedoch auch im kult, der religion, den sagen, mythen und
in vielen märchen. diese assoziationsvorgänge zu untersuchen und
sie im
schema exemplarisch darzustellen, sie nachvollziehbar zu machen ist
gegenstand der wissenschaft. gegenstand der christlichen theologie
ist auch der scheinbare oder beweisbare wirkungsprozess heilspendender
ikonen, quellen, figuren, devotionalien. der apparatus criticus ist
ein solches hilfsmittel, ein katalog - angewandt auf dinge, aber
auch schriften, gebete, gesänge dient er dazu diese im sinne der
theologie
einzustufen und ihnen einen gewissen grad der verehrungswürdigkeit
zuzusprechen oder nicht.
bei
meinen arbeiten zu diesem thema habe ich nun nicht den christlich-liturgischen
aspekt im auge-wobei natürlich mein umfeld und meine sozialisation
diesen nicht ausblenden kann-mir scheinen die reihungen, die reihungsprozesse
und die zuordnungen, die einmal einem muster folgend, ein anderes
mal willkürlich erscheinen maßgeblich.
so
entstanden altarähnliche plastische stilleben, die natürlich zur
allgemeinen deutung offen sind, in ihrer abfolge und in ihrem
umfeld jedoch nur wenig interpretationsspielraum für den einzelnen
betrachter zulassen. |