der kunstkarren

eine präsentation im rathaus schwaz

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Der Kunstkarren

Jones und ich präsentieren zum Jahresbeginn den bronzenen Kunstkarren.
Teile des Wagens wurden in einer unwirtlichen, regnerischen Dezembernacht, am 20. Dezember 2008, am Schloss Freundsberg gegossen.
Der gesamte Kultwagen besteht aus Bronze.
Es war eine Herausforderung: Räder, Plattform, Hauptfiguren, Pferde – alle Teile entstanden in der offenen Gusstechnik, wurden verlötet und patiniert.
Es war ein Experiment: Das Bild eines Wagens zu verwenden, dessen ureigentliche Antriebselemente Teil des Aufbaus sind, die Kraft zur Fortbewegung also aus sich heraus nützt. Dynamik und Energie nicht ausgedrückt durch röhrende Motoren und verchromte Ansaugstutzen – hier entsteht die Dynamik durch die Welle der Auseinanderbewegung, durch die Komposition im Dreieck.
Kein Navigationsgerät suggeriert globale Reisefreiheit – die Limousine wird zum einfachen Karren, der gezogen, geschoben und gezerrt in so manchem Sumpf wartet, wieder flott gemacht zu werden.
Kein Wunschkennzeichen stempelt Fahrer und Gefährt zum Faschingsprinzen.
Kein Wapperl erlaubt den 100er Hadsch auf fossilen Verkehrslösungsideen der späten 60er Jahre.
Kein Rost, kein Streusalz, keine Reifenpanne stoppen den Kunstkarren.
Was er verlangt ist Imagination, die Vorstellung von Bewegung.
...und er bewegt sich doch!

 
 
 
 
 
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