sonnenreiter und sternenscheibe
präsentation der skulpturen, entstanden am 21. dezember 2006 im silberwald
 
 

die nacht


kalte dunkelheit liegt über den waldflächen - schneedeckengewöhnt - doch der winter ist nicht - vor martini hat es über den „iiee“ (umgspr.: inn) geschneit. der hellere saum auf den ästen der schwarzragenden tannen - nur reif - nicht angetaut vom schwachen Licht der sonne, die bald schon eindunkelt am rand der längsten nacht.
in dieser schwärze, die wald und sphäre schwer unterscheidbar macht, das markante bild des orion osten, der polarstern den norden und der nebel der milchstraße den azimuth markiert, glüht ein feuer, verwandelt glühende kohlenhitze festes in flüssiges. ein schmelzofen im kreis des silberwaldes lässt die gussmasse brodeln, die farben und die hitze der Sonne ahnen.
der kreis der dunklen betrachter wird enger - noch einmal in die masse gestochen, prüfend das eisen geführt - dann beherzt die tiegel entleert - ihr gelbmassiger inhalt in formen gegossen. noch enger der kreis - das rote bild der geborenen skulptur betrachten - die hitze wohlig genießen. schon klirrt metall erneut im tiegel.

beim guss im silberwald am abend der wintersonnenwende gestalteten jones und martin schwarz-lahnbach die hier gezeigten skulpturen.
jones goss eine himmelsscheibe - die sternenkonstellation zur zeit des 21. dezember - umringt von den wächtern der planeten und kometen - uralte planetensymbole und schriften symbolisieren die dauernde beständigkeit - auch wenn die wissenschaft mal 8 dann wieder 9 planeten unserem sonnensystem zuordnet.
ms-lahnbach schuf sonnenreiter - geometrisch strenge gesellinnen - flott auf holprigen bahnen den ewigen lauf der sonne begleitend.

 

sternenzyklus von jones

 
sonnenreiterin - msl
bis februar sind die skulpturen im rathaus der stadt schwaz zu sehen
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